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Kegelabend war ein voller Erfolg

Jetzer Mathias 08.11.2019

Gestern ging im Restaurant Rössli in Schübelbach unsere diesjährige Kegelmeisterschaft über die Bühne. Gleich nach dem Eintreffen der ersten Mitglieder wurden die Kugeln probehalber auf die Reise geschickt. Mit grossem Eifer liessen die Titelaspiranten nacheinander die Muskeln spielen und so passierte es schon im Training, dass das Telefon (= Glocke: signalisierte ein "Säuli" / alle Neune) hier und da schon früh erklang. Unbestätigten Augenzeugenberichten zufolge liess Andrea Ihr Können sogar mit einem "Chränzli" untermauern. Unschwer zu erkennen, wie das Wettkampffieber stieg und die Fischer auf den Start des Wettkampfes plangten.

 

Kurzerhand wurden noch spezielle auf die Leistungsprofile abgestimmten Mixturen bestellt und die Kugeln auf Hochglanz poliert. Nachdem Hanspeter, der Organisator vom Abend, seinen Schiedsrichtertisch abgestaubt, sich noch einmal mit dem Reglement vertraut und die Mitglieder auf eben dieses mit strengem Blick aufmerksam gemacht hatte, konnte der Spass endlich so richtig beginnen.

 

Andrea überliess die Eröffnung des Wettkampfes mit einer vornehmen Gäste und einem Lächeln ihren männlichen Kontrahenten. Ein eingefleischter Kegelsportkenner enttarnte daraus mit Leichtigkeit das Kalkül einer ausgefuchsten Titelaspirantin. So ist es immer gut, vor den eigenen Würfen die Techniken der Mitstreiter um den Tagessieg genauenstens zu analysieren und die eigene Taktik auf sich verändernde Ausgangslagen abzustimmen.

 

Das Niveau war von Beginn weg hoch und die Stimmung im Saal ausgelassen. Die Turnierteilnehmer liessen sich auch nicht durch Zwischenrufe der zahlreich mitgereisten Fans aus der Bahn werfen. An dieser Stelle sei auch festgehalten, dass nur ganz wenige Plätze in der eng bestuhlten Rössli-Halle unbesetzt blieben. Nach der ersten von insgesammt 5 Runden gab die Technik der rechten Kegelbahn den Geist auf und der Schiedsrichter musste zum ersten mal im ausnahmslos fair ausgetragenen Wettkampf eingreifen. Noch bevor die eiligst herbeigerufene Restaurantbesitzerin im Saal eintraf, beschloss Hanspeter die Bahn zu wechseln. Dies zahlte sich aus. Das Spiel wurde dadurch bedeutend flüssiger, was eine faire Austragung garantierte, musste der Wettkampf zuvor doch des öfteren unterbrochen werde, um die durchaus lustig umhertanzenden Kegel im Eifer des Gefechts voneinander zu trennen.

 

In der Folge entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe. Hanspeter leitete den Abend souverän und sorgte erst für Gesprächsstoff, lange nachdem die letzte Kugel auf Holz gestossen war und die Teilnehmer sich wieder anderen Themen wie dem Fischer-Latein gewidmet haben. So durfte er die mit Spannung erwartete Rangliste verkünden. Erwartungsgemäss hat sich bei den Damen die Favoritin mit Leichtigkeit durchgesetzt, während sich das Feld bei den Herren als äusserst geschlossen und ausgeglichen präsentierte:

 

1. Andrea Verda 435             Siegerin Kategorie Damen
1. Mathias Jetzer 1300 Gold
2. Herbert Schweizer 1280 Silber
3. Fabian Muff 1235 Bronze
4. Marcel Odermatt 1100 Leder cum laude (bester B-Note)
5. Marcel Keller 1095  
6. Sepp Geisseler 1040  
7. Noldi Rauchenstein 1010  
8. Umberto Verda 700 Sieger beste Bogenbahntechnik
9. Markus Abt 670 Beste Bogenschwungtechnik

 

Anzumerken wäre hier vielleicht noch, dass je länger der Wettkampf andauerte, sich die Kluft zwischen den beiden Tabellenhälften stetig zu verkleineren schien und es zu einem Zusammenschluss kam. Der Sieger bei den Herren hätte ohne weiteres jeden beliebigen Namen einer der zahlreichen Kontrahenten an diesem Abend tragen können. Böse Zungen behaupten, dieser hätte sich im 5. Durchgang verletzt und sich gerade noch so in's Ziel retten können, was dieser natürlich in Hinblick auf die nächsten Wettkämpfe wehement bestritt.

 

Der Abend war ein (Zitat) "voller Erfolg", die Stimmung toll und einige liessen sich im Anschluss gar noch auf einen Schieber ein, was den Kegelabend gemütlich ausklingen liess. Wir danken dem Organisator und Schiedsrichter, Hanspeter, welcher selbstlos im Wissen eigener übermässigen Dominanz das Feld den anderen überliess und verantwortlich für diesen gelungenen Abend war.