Von Aal bis Zander
Es ist Freitag, der 12. September 2025. Jungfischer und Leiter nahmen am Nachmittag frei, sodass wir ins nächste Angelwochenende fahren konnten. Es ging nach Deutschland, genau nach Iffezheim zur AKI (Angelkameradschaft Iffezheim). Andreas, der Obmann, hatte uns zum Zeltlager eingeladen. Mit viel Vorfreude wurden Zelte, Schlafsäcke, Angelausrüstung und vieles mehr in die Autos verladen – und los ging es auf die dreistündige Autofahrt. Ohne Vorkommnisse trafen wir gegen 17 Uhr im Vereinsheim ein. Nach einer kurzen Begrüssung und Einweisung wurden die Zelte startklar gemacht und die Ruten gerüstet.
Bevor es aber zum Angeln ging, gab es noch Flammkuchen zum Abendessen. Mit neuer Energie aufgeladen ging es zum eigenen Baggersee, um auf Hechte und Aale zu fischen. Das mit dem Hecht klappte auch auf Anhieb, so wurden am ersten Abend bereits mehrere gefangen. Beim Eindunkeln wurden die Grundruten eingerichtet. Bestückt mit dicken Tauwürmern und Grundbleien flogen die Montagen teils weit zur Kante raus oder blieben in Ufernähe, wo es noch Kraut gibt. Laut unseren Guides sollen die Aale überall vorhanden sein. Gegen Mitternacht verkrochen sich auch die eifrigsten Jungfischer in die Schlafsäcke.
Am Samsstagmorgen, gut ausgeruht und nach erstem Rundgang, kamen die ersten Jungfischer und erzählten mit Begeisterung von ihrem ersten Aal in der Nacht – teilweise gleich kapitale bis über 80 cm. Da schon mal ein großes Petri Heil! Nach dem reichhaltigen Frühstück wurde ein Tagesplan erstellt. Es gab ein großes Programm. Nach dem Frühstück ging es bereits wieder an den Baggersee, um den Hechten auf den Zahn zu fühlen, was auch wieder voll aufging. Gegen halb zehn Uhr wurden gemischte Gruppen gebildet, damit sich die Schweizer und deutschen Jungfischer kennenlernen konnten. So wurden die Kinder in die Kunst und Montage der Stippangelei eingeführt, was anschließend auch gleich am kleineren Quelloch getestet wurde. So konnten sie schöne, aber halt invasive Sonnenbarsche und Katzenwelse fangen.
Im zweiten Teil wurden Feeder-Ruten mit Montage vorbereitet, was übrigens auch eine sehr spannende Fischerei sein soll. Auch da fischten die Teams konzentriert – zwei Mal je 15 Minuten. Anschließend kam die Rangverkündigung. Es haben alle sehr gut gefischt und sich Mühe gegeben, wenn man bedenkt, dass die Schweizer Jungfischer diese Fischerei nicht wirklich ausüben. Mit Abstand gewonnen hat das Team mit Julian und Jannik – Petri Heil! Nach dem Mittagessen wollten sich noch einige der Jungs, zum Leidwesen der Kreditkarte, im örtlichen Angelladen mit neuen Sachen eindecken. Im Anschluss wurden noch einige Spiele gemacht, um die Kameradschaft zu stärken.
Nach dem Nachtessen ging es für die meisten wieder an den Baggersee, um einen oder zwei dieser schönen Aale zu fangen. Ich machte mich mit den Größeren auf den Weg an den Rhein, um einen Wels oder Zander zu überlisten. Flussfischen ist aber eine komplett andere Fischerei als an einem See – viele große Steine, starke Strömungen, Hoch- und Niedrigwasser. Pepe konnte am Anfang doch noch einen schönen Zander überlisten, der aber leider vor den Füßen ausschlitzte. An den meisten Spots gab es allerdings vor allem Abrisse, was uns dann veranlasste, zurück zum Vereinslokal zu gehen und noch ein wenig auf Aale zu angeln.
Sonntag. Wenn es am schönsten ist, ist meistens leider auch schon wieder die Zeit zu gehen. Nach dem Frühstück gab es die Arbeitseinteilung. So wurden die Gruppen losgeschickt, um ihrer Arbeit nachzugehen – schließlich soll ja auch wieder alles ordentlich hinterlassen werden. Im Anschluss konnten die Kinder ihre Zelte abbauen und ihre Sachen wieder in die Autos verstauen. Nach der Abschlussrede und einer Preisübergabe durften wir uns nochmals vor der Heimreise verpflegen.
Gegen 17 Uhr kamen dann auch alle wohlbehalten zu Hause an – hoffentlich mit vielen neuen Erkenntnissen und Erlebnissen. Wir kommen sehr gerne wieder!
Ein grosses Dankeschön an Andreas Kirchner für die tadellose Organisation und Durchführung des Zeltlagers. Bei Andreas weiß man: Wenn er etwas in die Hand nimmt, dann funktioniert es. Ein weiteres grosses Dankeschön an Heinrich Reis, der uns grandios bekochte und gleichzeitig Tipps und Tricks gab. Weiter ein grosses Dankeschön an meine Begleiter Michi, Benj, Andi und Sepp – denn ohne Euch würde so ein Lager auch nicht gehen. Ebenfalls ein Dank an die mitgereisten 12 Jungfischer für ihre Mithilfe und ihr anständiges Benehmen